Tuesday, October 17, 2006

Ein Wochenende wie dieses

Am Freitag hab ich gelernt lieber meine Klappe zu halten. Kawabata-sensei fragte uns nach dem Unterricht ob wir auch in einem Club sind. Da meinte ich halt nur nein, aber wir wuerden abends immer im Wohnheim Tischtennis spielen. DAS haette ich nicht run sollen. Denn keine 10 Minuten speater standen wir mit den Chinese in einem Raum vor einer Tischtennisplatte und mussten spielen. Das war eigentlich nicht geplant....
Aus dem einfachen rumdaddeln wurde dann jedoch Ernst, als Kawabata neben Getraenken auch noch mit einem Pudding ankam und uns darum spielen liess. Am Ende bekam Bento den Pudding und auch wenn das Caramel nicht so sonderlich geschmeckt hat, war er zufrieden mit seinem Gewinn.

Samstag ist nicht wirklich was passiert (vielleicht erinner ich mich auch nur einfach nicht *gruebel*)
Aber Sonntag dafuer umso mehr.
Erneut waren wir zu einem Fest eingeladen von unserer "Freundin" Fumoto-san in Sakai-shi. Diesmal sollten wir auch richtig bei der Parade mitlaufen. Am Bahnhof Sakai-higashi angekommen standen wir da erstmal, weil alles was wir wussten war, dass wir dort auf eine Namajima-san warten sollten. Keiner wusste wo, wie sie aussieht oder sonstwas. Robert hat sich dann ein Herz gefasst und in Bentos Namen bei Frau Fumoto angerufen, danach wurde das Handy zu fast jedem weiter gereicht, weil keiner sie verstanden hat, vermutlich war es einfach zu laut um uns herum.
Schliesslich haben wir dann doch noch rausbekommen, dass es der Westausgang sein sollte und so stellten wir uns an besagten Ausgang und warteten auf die Dinge die da kommen sollten.
Am Ende wurden wir dann doch noch abgeholt und zum Startpunkt gebracht. Dort angekommen musste es alles ploetzlich furchtbar schnell gehen und dann standen wir da doch noch herum bis es los ging. Man erklaerte uns dann, dass das japanische Logik waere und wir uns nichts dabei denken sollten. Wir haben wieder eine Tracht an bekommen und ein provisorisches Schild (ein Faecher mit nem Stueck Papier drum) wo der Name unseres Landes drauf stand. Damit sollten wir dann stolz durch die Strasse laufen, was Bento uns auch vorgemacht hat. froehlich winkend und das Schild hoch haltend lief er vorweg.
Es haette richtig Spass machen koennen wenn die Sonne nicht so geknallt haette *aechz*
Endlich am Endpunkt angekommen wollten wir alle nur noch was trinken, aber davon noch keine Spur. Erstmal gab es Fotosessions ohne Ende. Danach wurden wir an einen Schrein gebracht, wo es neben einem Flohmarkt auch endlich was zu trinken gab. Und fuer alle die Curry moegen und essen koennen was zu essen.

Mit Dorren und Mercy bin ich dann noch ueber den Flohmarkt und in die kleine Einkaufspassage nebendran und gerade als wir zurueck wollten wurden wir abgefangen und zum Sumo geschleppt. Gut, da wollten wir eh hin, immerhin waren es die World Champion Ships.
Wieder wurden wir quer durch Sakai geschleppt (wieder in sengender Sonne) bis wir endlich da ankamen wo wir hin sollten. Leider war das Ganze sehr unspektakulaer. Die Halle war klein und ueberhaupt nicht feierlich, wie man es aus dem Tv kennt. Richtige Sumo Kaempfer, so mit chonmage etc gab es auch nicht. Alles in allem eher enttaeuschend...
Der beste Kampf war wirklich Ungarn gegen Indien. Der Ungar, ein Fleischberg allererster Guete und der Inder ein Strich in der Landschaft. Der Inder wurde erstmal ganz gemuetlich vom Ungar hinter den Rand des Rings gesetzt. Aber das war ja vorraus zu sehen.

Danach wollten wir dann wieder zurueck und haben gefragt ob es nicht in der Naehe eine Bahn gaebe. Nein, aber einen Bus, wo uns eine der Betreuerinnen hinbrachte. Dieser Bus fuhr von einem Bahnhof ab, wo auch die Nankei Linie fuhr und eigentlich waeren wir gern mit der gefahren, aber man sagte uns es waere die falsche. Obs auch stimmt weiss leider keiner. Jedenfalls sassen wir dann am Bus und haben gewartet, dass sie uns sagt welche wir denn nun nehmen sollten. Erst hiess der 35iger, dann sollten wir doch einen anderen nehmen, der um halb 4 fuhr, der aber schneller sein sollte. Also haben wir brav gewartet und waren schon irgendwie erleichtert, als die Tante endlich weg war.
Das naechste Abenteuer war das bezahlen im Bus. Ich bin schon oft Bus gefahren in Japan, aber sowas hab ich noch nicht gesehen. Dass man bezahlt wenn man aussteigt weiss ich auch, aber wenn ich dann den 1000Yen Schein vorn in den Schlitz stecke kommt normalerweise der Restbetrag wieder raus und in diesem Glauben hab ich dann das Geld genommen und bin ausgetiegen, bis der Fahrer mich freundlich darauf hinwies noch 210Yen zu zahlen, ich wusste gar nicht was los war.
Der Witz war naemlich, dass das nur ein Wechselautomat war, man dadurch nur Kleingeld bekam, dass man dann oben wieder einwerfen musste. Japaner und Logik, aber naja.
Nachdem wir dann am Bahnhof Mikunigaoka noch was gegessen hatten sind wir nur noch nach Hause.
Aber wenn ihr denkt das war alles, habt ihr euch geirrt, eine einfache Heimfahrt waere doch viel zu langweilig gewesen. Wir standen am Gleis und der Zug kam. Wir sind eingestiegen und waren froh endlich wieder nach Hause zu kommen. Irgendwann stellten wir erfreut fest, dass wir bereits an unserem Wohnheim vorbei fuhrn, aber im selben Moment fragten wir uns warum der Zug dann nicht un Mozu gehalten hatte. Ganz einfach: es war der Schnellzug und der hielt leider auch nicht bei uns.
Also hiess es in Otori aussteigen und auf den naechsten (diesmal richtigen) Zug zurueck warten.

Am Montag haben wir dann die Ergebnisse vom Spracheinstufungstest bekommen. Jaha, super klasse. Ich bin als Einzige von uns in nen anderen Kurs gekommen. Alle anderen sind im mittleren A Kurs und ich im B Kurs (der Beste). Hurra! Vor allem weil der auch noch zu nern anderen Zeit stattfindet *grmpf*


Dienstags lag ich dann flach mit Kreislauf. Ein Tag in Ruhe und fuer mich war auch mal ganz nett, aber das naechste Mal moechte ich das ohne krank zu sein....

0 Comments:

Post a Comment

Subscribe to Post Comments [Atom]

<< Home